„Es ist Zeit zu gehen“ – aber wohin?

27.07.2018

Wir kennen sie alle: Die Fragen, was denn einmal aus uns werden soll.

Schon in der Kindheit wurden sie einem gestellt, die Antworten oft mit mehr Plan, als wenn man sie heute beantworten müsste. Denn jeder von uns hatte seinen Traumberuf, meist völlig unrealistisch und ohne sich darüber wirklich im Klaren zu sein, was dieser überhaupt bedeutet. Beim Traum blieb es allerdings nicht, denn mit zunehmendem Alter wurden aus den damals noch gleichgültigen Fragen ernstgemeinte Fragen, auf die vorerst niemand wirklich eine Antwort wusste.

Spät auf saß man also während der Oberstufenzeit im Bett und musste sich während dem Schul- und Freizeitstress auch noch um seine Zukunft kümmern. Eine Situation, die mich überforderte – denn es geht schließlich um meine Zukunft, was aus mir wird, meinen baldigen Lebensinhalt. Eine Frage, an die man mit mehr Ernsthaftigkeit herangehen muss, als an die eigenen Hausaufgaben.

Aus diesem Stress entwickelte sich bei mir eine Idee, welche zur Wirklichkeit wurde: Warum nicht nach dem Abitur eine Auszeit nehmen, von all dem Stress? Einfach herunterkommen, Zeit finden, für die Dinge, die man während der Oberstufenzeit vernachlässigt hat. Zeit für die Dinge finden, die einem wirklich Spaß machen. Zeit finden, um sich selber zu finden, sich selber klar zu werden, was man wirklich will.

In meiner Auszeit verbinde ich arbeiten und reisen. Letzteres nimmt knapp fünf Monate ein, in welchen ich drei Kontinente durchqueren werde. Arbeiten werde ich für gut sechs Monate in drei verschiedenen Firmen. Und in beidem sehe ich die Möglichkeit, sich klar zu werden, wie sein späteres Leben aussehen soll. Beim Reisen lernt man Neues über sich, wie man mit unerwarteten Herausforderungen umgeht und auf was es im Leben wirklich ankommt. Durch das Arbeiten hat man endlich wieder Freizeit – klingt wie ein Widerspruch, ist es aber nicht. Denn man kommt heim und muss nichts mehr lernen, an nichts mehr denken und hat endlich Zeit für die Dinge die einem Spaß machen.

Im Moment arbeite ich im Büro einer Firma für Antriebstechnik und archiviere Daten. Klingt nicht spannend, ist es auch nicht. Und trotzdem schaffe ich es jeden Morgen, aus dem Bett zu kommen, denn ich habe meine Ziele vor Augen. Ich weiß wofür ich arbeite und dass dies nicht auf ewig sein wird. Ich weiß was kommt, wenn ich meinen letzten Arbeitstag beende. Und ich weiß hoffentlich bald, was kommt, wenn dieses Gap Year zu Ende ist.
 

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