Nachteule Mina
Nachteule Mina
bei Spätauf

Erich drückt auf die Tube – Flugplatz Mengen

26.03.2019

Mitte März, unter der Woche, blauer Himmel, die Sonne scheint. Was könnte man Schönes unternehmen? - Zum Beispiel nach Mengen zum Flugplatz fahren und die „Könige der Lüfte“ bestaunen. Geplant war jedoch nicht, dass ich selbst den Boden unter den Füßen verlieren werde.

Harmlos fing alles an. Fotos vor der kleinen Flugmaschine. In die Kamera lächeln. Bis „Erich“ um die Ecke kam. Ein lang erfahrener, verschmitzter Herr mit Sonnenbrille, der mir nur bis zu Schulter ging. Er war der Pilot. Prompt bekam ich das Angebot, ob ich denn nicht mit ihm am Nachmittag eine Runde fliegen möchte? Ich war komplett überrascht und hielt es für einen Scherz. Willigte aber natürlich sofort ein. Wer nimmt ein so einmaliges, verlockendes Angebot nicht wahr?

Ich war dennoch skeptisch, ob seinen Worten Taten folgten. Zur ausgemachten Zeit befand ich mich am ausgemachten Ort. Und Erich war da und nahm mich mit seiner Maschine in Empfang. Ich stieg in seine Maschine und sogleich wurde mir schlagartig bewusst, was mit jetzt gleich bevorsteht. Wir hoben gleich ab und ich würde mit einem Mann fliegen, mit dem ich 5 Wörter gewechselte hatte und sonst rein gar nichts über ihn wusste. Natürlich bin ich zuvor schon einmal geflogen, aber in einem Flugzeug und nicht in einem Zweisitzer, der mir bei genauer Betrachtung schon sehr instabil erschien. Große Zweifel konnte ich jedoch nicht entwickeln, denn Erich drückte auf die Tube und wir befanden uns in null Komma nichts in der Luft.

Wir flogen also. Über die Felder bis nach Sigmaringen, wo ich einen traumhaften Blick auf das Schloss Sigmaringen hatte. Am Horizont erstreckten sich die Alpen mit ihren weißen Spitzen im Abendrot des Sonnenuntergangs – unglaublich schön. Erich erlaubte sich dann ein paare Späße und ich kam in den „Genuss“ kleinerer Flugmanöver, die mich unangenehm an mein zuvor verspeistes Tiramisu erinnerten. Zum Glück blieb alles im Magen und die kleine Maschine setzte nach 20 Minuten Flugzeit zur Landung an. Wir landeten sanft auf festen Boden. Glückselig und mit noch flauem Magen, wurde mir erst bewusst wo ich eben noch war. Nämlich tausende von Metern in der Luft.

Und immer wieder denke ich zurück wie ich für kurze Zeit herabschauen konnte auf die wunderschöne Landschaf. Und das Adrenalin in jeder Faser meines Körpers auch danach noch spürte.
 

Beitrag ergänzen

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar zu dieser Seite

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Nachteule-Mina

Für dich empfohlen

  • 29.03.2019  „Nicht im Traum ziehe ich das an!“ - Eine Shoppingtour durch die Zeit

    „Nicht im Traum ziehe ich das an!“ - Eine Shoppingtour durch die Zeit
    Spät auf kann es so schön sein – und ja so gefährlich. Einfach schlaflos im Bett liegen und die nur mit äußerst großer Fantasie existierenden Schäfchen zu zählen würde nicht unserem Anspruch nach sinnvoll genutzter Zeit und ausgelebten Hobbys entsprechen. Man sucht sich also zwangsläufig eine Beschäftigung. Lesen wäre gut für den Intellekt, denke ich mir, aber meistens ist das Bücherregal viel zu weit weg und das Bett eindeutig zu bequem um aufzustehen.
  • 14.03.2019  Musik oder Stille beim Lernen?

    Musik oder Stille beim Lernen?
    Und es geht schon wieder los… Montagmorgen, 06:50 Uhr. Der Radiowecker holt mich mit einem lauten „I’m walking on sunshine“ aus den Träumen. Jedoch komme ich nicht aus den Federn, da ich gestern spät auf war, um den Schulstoff für heute vorzubereiten.
  • 23.05.2018  Motivation = 10%

    Motivation = 10%
    Spät auf sind wir zurzeit jeden Tag, denn wir haben es geschafft!

Mehr Beiträge, Videos und News auf

 

gefördert durch:

Logo Landaufschwung

gefördert durch:

Logo Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Entwicklungsagentur:

Logo Wis

Projektnehmer:

Logo creaktiv Werbung & Kommunikation
 
Klicken Sie hier, um diese Seite bei Facebook empfehlen zu können. Bereits beim Anklicken werden Daten zu Facebook übertragen.
Twitter aktivieren