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Tier- und Naturschutz in der Umgebung

Nachteule-Mina
27.09.2017

Kennt ihr das auch manchmal, wenn ihr nicht schlafen könnt, weil euch dann plötzlich eine spezielle Frage brennend interessiert? So ist es mir letzte Nacht passiert, dass ich mich gefragt habe, was eigentlich mit all den ausgesetzten Hunden und Katzen passiert, wenn sie in Pfullendorf oder in Ostrach gefunden werden. Das nächste Tierheim ist erst mehrere Kilometer entfernt in Sigmaringen zu finden, sodass eine Abgabe nur erschwert wird. Allerdings gibt es in dieser Hinsicht mehrere Lösungswege.

Wer ein Tier in Pfullendorf findet und der Besitzer des Rumtreibers nicht gleich auftaucht, kann sich zuerst an die BUND Stelle in Pfullendorf wenden. Sie setzen sich im Ortsverband für Tier- und Naturschutz ein und helfen gerne bei der Unterbringung von Fundtieren. Für all die Social Media Benutzer gibt es zusätzlich auf Facebook noch eine praktische Möglichkeit den Besitzer des Streuners zu finden. Unter „Spotted Pfullendorf“, wo eigentlich Menschen nach anderen Menschen suchen, kann möglichst mit einem Foto das Fundtier beschrieben werden oder ihr zeigt auf wo es gefunden oder zum letzten Mal gesehen wurde. Manchmal können auch nur die kleinsten Hinweise zum Erfolg führen, um das Tier schnell wieder nach Hause zu bringen. Findet ihr in Ostrach einen heimatlosen tierischen Gesellen, so solltet ihr das unbedingt dem Revierförster Wolfgang Richter melden. Er ist zentraler Anlaufpunkt für gefundene Tiere und kümmert sich nicht nur um vermisste Hauskatzen- und Hunde, sondern auch um verirrte Wildtiere.

Es kommt vor allem in Regionen mit vielen Naturschutzgebieten vor, dass sich mal ein Fuchs oder ein kleiner Igel in den umliegenden Dörfern verirrt, sodass es nicht unüblich ist ein Wildtier mitten auf der Straße anzutreffen. Ostrach ist eine dieser Regionen, welche sich besonders für den Naturschutz in der umliegenden Umgebung einsetzt. So ist der Bannwald Pfrunger – Burgweiler Ried südlich von Ostrach zu einem der bekanntesten Naherholungsgebiete in der Region geworden. Mit seinen 441 Hektar ist der Bannwald nicht nur der Größte, sondern auch einer der schönsten Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg. In ihm leben viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten, welche unter besonderen Schutz gestellt sind. Neben dem Biber sind häufig Weiß- und auch die seltenen Schwarzstörche anzutreffen. Vor allem die Weißstörche sitzen zu Brutzeiten auf vielen Hausdächern, wo ihnen extra eine Nisthilfe zu Verfügung steht. Tier- und Naturschutz wird in der Region großgeschrieben und kann jedem empfehlen einmal den Ostracher Bannwald zu besuchen. Neben abwechslungsreichen Wander- und Fahrradwegen ist der Bannwaldturm eines der größten Highlights. Mit einer Höhe von fast 40 Metern solltet ihr aber Höhensicher sein.

Wenn nicht dann hat Manfred Essl, Wirtschaftsförderer und einer der Mitbegründer des Turms und des Naturschutzgebiets, einen wichtigen Tipp für euch. Nicht nach unten schauen! Allerdings fällt das einem ziemlich schwer, wenn die Treppen aus gittermaterial sind. Das verleitet schnell zum sicheren „nach unten schauen“, doch es lohnt sich wirklich einmal den Ausblick auf dem Dach des Turmes zu genießen.  Es kommt einem vor, als würde man selber wie ein Storch über die Baumwipfel fliegen und bei gutem Wetter seht ihr sogar die Alpen in ihrer vollen herrlichen Pracht. Und was gibt es schöneres als sich die Zeit zu nehmen die Natur mit all ihren Schönheiten zu genießen? Richtig, nur Schokolade essen ist schöner.

 

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