Der Abijahrgang 2018 verabschiedet sich in die Freiheit

03.08.2018

Abiwahn – das war am Anfang nur ein Wort. So wie das Abitur ein Wort war, dem wir einen Großteil unseres Lebens keine oder zumindest nur all zu wenig Beachtung geschenkt hatten – obwohl es doch 12 Jahre lang das war, auf das wir hingearbeitet haben. So oft kroch es erst spät zurück in unser Bewusstsein, das kleine Wort „Abitur“, und mit ihm sämtliche Zweifel, Überlegungen und Funken von Vorfreude.

Dabei wusste keiner von uns, was wirklich auf uns zukommt, wie wahnsinnig dieser Abiwahn tatsächlich werden würde. Wir wussten nur: wir haben uns. Und die Stürme des 12. und letzten Schuljahres werden wir zusammen durchstehen. Deswegen geht das erste Dankeschön dieses Textes an uns: UNS ALLE. Hätten wir uns nicht gehabt, uns und unseren Zusammenhalt, unser Gemeinschaftsgefühl, unsere eigene kleine Welt, in der stets das nächste Stufenfest ansteht und alles möglich erscheint, wäre diese Zeit längst nicht so besonders gewesen. Eine Zeile eines Songs von Gavin James lautet: It´s not where you go, it´s where you´re going and who´s the company. Die beste Begleitung durch diesen Abiwahn – das waren wir alle.

Begleitet wurden wir aber noch von jemand anderem: den Lehrern. Wer von uns hätte sein Abitur ohne die fachkundige Erfahrung eines Lehrers geschafft – oder überhaupt angetreten? Zwei Jahre lang haben unsere Lehrer alles gegeben, um uns bereit zu machen. Für das Abitur, aber genauso auch für das Leben danach. Sie haben uns Menschliches mitgegeben und uns auch im ärgsten Stress noch vermittelt, dass wir nicht unsere Noten sind und dass die Zahlen, die am Ende auf jenem so wichtigen Blatt Papier stehen nicht unser Leben bestimmen werden. Dafür, sowie für ihre Geduld, ihre Unermüdlichkeit und ihren Humor sind wir dankbar. Vielen von uns Schülern wurde vermutlich erst am Abiball klar, welche tollen Lehrer unsere Schule überhaupt tragen und prägen.

Und dann hat uns noch mal jemand begleitet – ihr da draußen. Danke an alle Leser, die mit uns die nervenaufreibenden Prüfungen, eskalativen Partynächte und quälenden Zukunftsgedanken erlebt haben, egal ob in schaurig-schöner Erinnerung oder als Vorbereitung für den eigenen Abiwahn – der übrigens früher kommt als man denkt!

Ein Dankeschön gilt natürlich auch der WIS SIG beziehungsweise dem Spätauf-Blog – dank der Idee des Abiwahns konnten wir diese so besondere, prägende Zeit unseres Lebens festhalten und für immer bewahren – falls es in 20 Jahren noch Internet gibt zumindest.

In 20 Jahren – keine Ahnung wo wir dann überall sind. Wir sind ja jetzt, wenige Wochen nach dem Abiball, schon gefühlt auf der ganzen Welt verstreut. Man könnte denken, unsere Stufe hätte es nie gegeben. Aber das stimmt nicht. Wir waren da, und wir haben so viel erlebt, dass es wohl keiner von uns jemals vergessen würde. Wir haben den ersten Schritt des Erwachsenseins gemeinsam vollzogen und sind daran gewachsen – und das wird uns auf immer verbinden.

Auf Wiedersehen ihr alle da draußen, oder wie wir Indianer es sagen würden: Mani wastete yo.
 

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