Nachteule Abiwahn
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bei Spätauf

Handy beim Lernen

21.03.2019

Was das Lernen betrifft, sind sich die meisten Schüler wahrscheinlich einig: Störquellen wie zu viel Hintergrundgeräusch und vor allem das Handy sollten soweit es nur geht vermieden werden. Sie verhindern den Eintritt in eine Konzentrationsphase. Etwas, das beim Lernen enorm wichtig ist, schließlich erreicht man in solchen Phasen die höchste Produktivität, was sich dann auch in den Noten widerspiegelt.

Das ständige Vibrieren des Handys bei eingehenden WhatsApp-Nachrichten und sonstigen Benachrichtigungen von Social Media und Co. lenken einen immer wieder aufs Neue ab und unterbrechen den Fokus des Lernenden. Einigen Menschen, einschließlich mir selbst, reicht es auch schon aus, nur das sich ständig wiederholende Aufleuchten der Benachrichtigungs- LED im Augenwinkel zu sehen. Denn dann fangen schon langsam die ersten Gedankengänge an, sich um eben jenes Aufleuchten zu drehen, und meistens gewinnt es die Überhand, sodass Produktivität ein Ding der Unmöglichkeit ist und man dem inneren Druck nachgeben muss.

Natürlich ist dieser Druck nicht bei jedem so stark ausgeprägt, dass man sich beim Aufleuchten der winzigen LED direkt selbst in den eigenen Gedanken verliert. Oftmals reicht schon ein simples Umdrehen und auf lautlos Stellen des Handys, um solche Eskapaden zu vermeiden. Dennoch ist jenes Verhalten mittlerweile ein so großes Problem geworden, dass Psychologen ihm den Begriff „Fomo“ zuweisen, der „Fear of missing out“, was sinngemäß übersetzt „Angst, etwas zu verpassen“ bedeutet. Vor allem bei der aktuellen Generation von Jugendlichen ist es ein immer größer werdendes Problem, ständig vernetzt und up-to-date sein zu wollen, und falls Sie nun meinen, dass Ich hier übertreibe, sollten Sie sich einmal genauer umsehen. „Fomo“ beeinflusst uns demnach auch beim Lernen, was an unserer Natur als Sozialtiere liegt. Wenn Fomo bei einem Individuum stark ausgeprägt ist, reicht oftmals auch kein Umdrehen oder gar ausschalten des Handys aus.

Während nun die meisten Psychologen, die bereits die erste Hälfte ihres Lebens überschritten haben, gegen die Anwesenheit des Handys beim Lernen sind, hat das Ganze aber auch noch eine andere Seite. Wenn man über all diesen sozialen Schnick-Schnack hinwegsehen kann, sodass ein Lämpchen im Hintergrund nicht gleich das Ende der (Konzentrations-)Welt darstellt, kann man auch die positiven Seiten des vernetzten Handys für den eigenen Nutzen verwenden. Da dieser Artikel allerdings im Rahmen von zweitausend Zeichen ohne Leerzeichen sein sollte und ich dies bereits überschritten habe, fasse ich mich kurz: Das Handy ist gut, da es ein portables Fremdwörterlexikon ist. Es ist handlicher als ein Lexikon und man muss nicht blättern.

Das Handy ist gut, da es handlicher als zig Karteikarten ist, wenn man unterwegs lernen will/muss/soll. Das Handy ist gut, da man ganz einfach Einheiten wie Foot in Zentimeter umrechnen kann. Das Handy ist gut, da man - wenn man bei der Aufarbeitung des Stoffs etwas nicht ganz versteht - direkt Klassenkameraden erreichen kann, die ebenfalls am Handy sind.

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