Nachteule Abiwahn
Nachteule Abiwahn
bei Spätauf

Albtraum Abitur

17.04.2018

Spät auf kann es bekanntlich sehr schön sein… Mich hat allerdings keiner gefragt, ob ich gerne spät auf hellwach im Bett liegen möchte, circa 4 Tage vor dem schriftlichen Abitur. Und hätte man mich gefragt: Nein Danke!

Spät auf kann es bekanntlich sehr schön sein. Es herrscht eine himmlische Ruhe, keiner will etwas von dir, und du hast endlich Zeit für all die Dinge, die du gerne tust – schlafen zum Beispiel. Mich hat allerdings keiner gefragt, ob ich gerne spät auf hellwach im Bett liegen möchte, circa 4 Tage vor dem schriftlichen Abitur. Und hätte man mich gefragt: Nein Danke! Ich wollte einfach nur schlafen, um zumindest physisch bereit für die 4 Monsterklausuren in den nächsten zwei Wochen zu sein. Stattdessen finde ich mich plötzlich in einem menschenleeren Klassenzimmer wieder, und an der Tafel stehen Worte in einer mir völlig fremden Sprache. „Das ist deine Abiturprüfung!“ schallt es aus dem Off. „Du hast noch fünf Minuten Zeit, sie zu lösen!“

Freundlicher Weise muss ich diese fünf Minuten nicht mehr erleben, weil ich rechtzeitig schweißgebadet aufwache und realisiere, dass ich noch etwa einen Tag Zeit habe, bevor es mit der ersten, DEUTSCHSPRACHIGEN Abiturprüfung losgeht. Seufzend rechne ich nach. Das war dann wohl Abi-Albtraum Nummer 6. Ich sehe zu meinem Traumfänger, den ich seit dem Kindergarten nicht mehr abgehängt habe, der in seiner Aufgabe in den letzten Wochen und Monaten allerdings kläglich versagt. Ich hatte schon alles Mögliche: sämtliche Formeln vergessen in der Matheklausur. Kein Kleid am Morgen des Abiballs, alle Läden geschlossen. Und natürlich die Rückgabe der schriftlichen Ergebnissen, mit Null-Punkte Bemerkungen soweit das Auge reicht. Wird das denn jemals aufhören? Vermutlich erst nach dem schriftlichen Abi. Oder nach dem Abiball.

Ich muss bestimmte Vorkehrungen treffen: erstens bestelle ich endlich das Kleid, dass sich bereits zwei Monate in meinem Zalando-Warenkorb aufhält. Kleid am Abiball – check! Zweitens hänge ich mir sämtliche Formeln und Merksätze irgendwo im Haus auf, mit dem Ergebnis, dass sie mir nach zwei Tagen zu den Ohren raushängen (und bis in den Schlaf verfolgen, welch effektive Idee). Und weil ich weiß, dass ich zumindest nicht gar nichts weiß, kann ich die Null-Punkte auch eher ausschließen. Was soll ich sagen – es hilft. Wenn ich in Zukunft spät auf bin, dann nur noch zum Feiern – weil wir es endlich geschafft haben!

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