Frustessen beim Lernen

01.04.2018

Vor dem Lernen ein ausgiebiges Frühstück. Kaum habe ich mich an den Schreibtisch gesetzt, schon greifen meine Hände nach der Tafel Nougat-Schokolade. Im Nu ist diese dann auch schon halb leer.

Obwohl ich gestern sehr lange wach war bin ich heute nicht spät auf. Schließlich kommt das Abitur in großen Schritten und es ist höchste Zeit, dass ich endlich mit dem Lernen beginne! Bevor ich mich in die Welt der Quantenphysik und der Wellenoptik begebe, muss ich aber noch meinem Körper in Schwung bringen. Also begebe ich mich ins Esszimmer und nehme mein ausgiebiges Frühstück ein. Kaum habe ich mich an den Schreibtisch gesetzt, schon greifen meine Hände nach der Tafel Nougat-Schokolade. Im Nu ist diese dann auch schon halb leer. Ich ärgere mich über mich selbst, schließlich sollte ich doch lernen, nicht essen. Darum lege ich die Schokoladentafel auf die Seite und schlage mein Physik-Ordner auf. Nach kurzem Überlegen beschließe ich, eine alte Abi-Aufgabe zu rechnen. Aber schon nach dem ersten Satz komme ich ins Stocken. Ich soll den Impuls eines Photons von Licht mit der Wellenlänge λ=750nm bestimmen und habe keinen blassen Schimmer, wie das gehen soll. Nervös blättere ich in meinem Ordner aber kann einfach keinen Hinweis finden. Stattdessen kommen mir allerlei unsortierte lose Blätter entgegen, die teilweise nicht einmal mit Physik zu tun haben. Ich bin frustriert. So habe ich mir meinen Morgen nicht vorgestellt. Aus lauter Wut über meine selbstverschuldete Notlage klappe ich meinen Ordner zu und verlasse mein Zimmer. Kurze Zeit später finde ich mich neben dem Kühlschrank wieder - mit einem Pudding in der Hand. Während ich mir Löffel für Löffel die Stärke-Aroma-Milchpulver-Mischung in den Mund schiebe legt sich mein Ärger wieder und ich fasse Mut, mich der Herausforderung zu stellen. Nach wiederholter Suche in meinem Ordner entdecke ich schließlich voller Freude einen kleinen roten Kasten, der die notwendige Formel zur Berechnung des Impulses enthält. Zwar fiel mir erst spät auf, dass die Aufgabe mithilfe einer einzigen Formel gelöst werden kann, dennoch bin ich froh, dass ich in meiner Abi-Vorbereitung einen kleinen Schritt vorangekommen bin. Ab und zu ein kleines Häppchen hilft einem sicherlich dabei, nicht die Nerven zu verlieren.

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