Rein damit: Fußballgolf in Pfullendorf

29.08.2018

"Frauenfußball ist wie Pferderennen nur mit Eseln." An diesen Satz musste ich denken, als ich beim Fußballgolf in Pfullendorf (Landkreis Sigmaringen) mitmachte.

 

Nicht, dass ich die Leistung unserer Frauennationalmannschaft auch nur ansatzweise kritisieren möchte. Nein, ich habe mich einfach nur als Esel gefühlt, als ich versucht habe, beim Fußballgolf das Tor zu treffen. Daher der Satz. Zunächst einmal für alle, die nicht wissen, was Fußballgolf ist. Wie der Name schon sagt, Fußballgolf ist eine Kombination aus Fußball und Golf, aber das konnte man sich eigentlich schon denken.

Also konkreter: Es gibt wie beim Minigolf 18 Bahnen. Doch statt kleinen weißen Golfbällen gibt es Fußbälle und statt dem Schläger kommen die Füße zum Einsatz. Nur das Ziel, das ist das gleiche: Am Ende werden alle Schüsse, die man auf den 18 Bahnen gebraucht hat, zusammengezählt und wer die wenigsten Versuche gebraucht hat, der hat gewonnen.

Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn die Tore sind nicht normale Tore und die Anforderungen steigern sich mit jeder Bahn. Während man zu Beginn nur geradeaus kicken muss und vielleicht noch das ein oder andere Hindernis umspielen muss, wird es nach und nach immer anspruchsvoller. Und damit beginnt das Drama. Meinen absoluten Tiefpunkt habe ich beim Torwandschießen gehabt. Ich weiß nicht, wie viele Versuche ich gebraucht habe, bis ich zu der Erkenntnis gekommen bin, aufzugeben, den Ball zu nehmen und ihn einen Meter vor das Tor zu legen. Hätte ich noch länger mein Glück versucht, ich hätte irgendwann gegen die blöde Torwand getreten. Da bin ich mir sicher...

Meine Lieblingsbahn? Mit Abstand die Geschwindigkeitsmessung. Denn da musste man den Ball mit einer Minimalgeschwindigkeit von 50 oder 60 km/h (so genau weiß ich das nicht mehr) ins Netz schießen. Ich weiß nicht, ob es an meiner angestauten Wut oder an meiner tatsächlichen Schusskraft lag. Aber bei dieser Bahn konnte ich eine 1 eintragen. Ein Schuss, ein Treffer. Auf Bahn 18 muss man den Ball ins Himmelstor schießen und auch das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Zwar muss man nur einen kleinen Berg hochkicken, aber das war am Ende schwerer als ich mir jemals vorstellen konnte (ausgenommen die Torwand, aber das ist ein Kapitel für sich).

Vielleicht lag es an den Zuschauern, die mich nicht nur nervös machten, sondern mir auch jegliche Kraft in meinen Beinen nahmen. Ich weiß zumindest jetzt, wie sich Elfmeterschützen fühlen müssen - zumindest ansatzweise. Wer nun glaubt, dass dieser Freizeitkick nicht anstrengend ist, der täuscht sich gewaltig. Zwar ist die Schnelligkeit nicht vergleichbar mit einem normalen Fußballspiel und auch die Gegenspieler fehlen, trotzdem war ich nach den 18 Bahnen ziemlich durchgeschwitzt und fertig. Das lag nicht nur an meiner enormen Schussgewalt, meinem Tempo, sondern auch an der Sonne, die an diesem Tag ohne Gnade runterbrannte.

Für einen erfolgreichen Kick empfehle ich daher vier Dinge: 

  1. Passende Kickschuhe mitbringen...
  2. Einen kühleren Tag auswählen...
  3. Lieber nach den Sommerferien gehen und
  4. Die Badesachen direkt mitbringen....

Denn nach einem Kick gibt es nichts Schöneres, als das Freibad im Seepark oder das Waldfreibad in Pfullendorf aufzusuchen.

schuss beim fussballgolf
 

Mein Fazit für diesen etwas erfolglosen Kick: Das Runde muss nicht immer ins Eckige. Und Fußballgolf klingt einfacher als es am Ende tatsächlich ist. Gut, ich gehöre auch nicht unbedingt zu den talentiertesten Spielerinnen. Macht aber auch nichts. Ich hatte meinen Spaß und das zählt doch am Ende.

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Britta

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