Im Interview mit Familienbesucherin Anna Zerr

23.11.2020
Im Interview mit Familienbesucherin Anna Zerr

Es gibt wohl nur wenige Babys und Kinder, die in ihren ersten Tag nicht von Anna Zerr willkommen geheißen wurden. Als Familienbesucherin ist sie eine große Hilfe für Familien in Pfullendorf.

Anna Zerr arbeitet als pädagogische Fachkraft im Familienzentrum am Neidling und das seit 25 Jahren. Außerdem ist die zweifache Mutter seit zehn Jahren im Rahmen des Projekts "Hand in Hand" als Familienbesucherin in Pfullendorf aktiv. Im blubbr.de-Interview sprach sie über eben jenes Projekt und ließ die vergangenen Jahre ein bisschen Revue passieren.


blubbr.de: Hallo Frau Zerr, erklären Sie doch mal das Projekt „Hand in Hand“.

Anna Zerr: Im Rahmen des Projekts „Hand in Hand“ werden die jungen Eltern, die dies gern wünschen, von mir als pädagogischer Fachkraft zu Hause besucht. Dabei überbringe ich den Familien eine persönliche Wertschätzung zur Geburt ihres Kindes und Glückwünsche der Stadt Pfullendorf. Durch meinen Besuch möchte ich den jungen Eltern den Weg mit ihrem Kind erleichtern, indem ich ihnen wertvolle Tipps und Anregungen zur weiteren Entwicklung ihres Kindes gebe.

 

blubbr.de: Sie machen seit zehn Jahren Hausbesuche, da gibt es sicherlich viel zu erzählen.

Anna Zerr: In den letzten zehn Jahren habe ich die unterschiedlichsten Hausbesuche erlebt, auf die ich mich immer sehr gefreut habe. Durch die offene Gesprächsatmosphäre, die dabei zustande kommt, wird den jungen Eltern die Gelegenheit geboten mir ihre Fragen, Wünsche und Anliegen anzuvertrauen. Im Mittelpunkt meines Besuches steht natürlich immer das Baby. Gerade in der Anfangszeit gibt es viele Eltern, vor allem junge Mütter, die sich im Umgang mit dem Neugeborenen noch etwas unsicher sind und meine Ratschläge wie z.B. die Themen der Schlaf- und Essgewohnheit oder Erziehung und Pflege des Kindes gerne annehmen.

 

blubbr.de: Was bringen Sie mit?

Anna Zerr: Für jede Familie gibt es von der Stadt Pfullendorf ein attraktives Willkommensgeschenk, sowie eine große Mappe mit zahlreichen Broschüren und Informationen.

 

blubbr.de: Gibt es einen Besuch, an den Sie sich besonders gerne erinnern?

Anna Zerr: Es gibt sehr viele Eltern und auch Babys, die mir gerne in Erinnerung bleiben. Für die Offenheit der Eltern mir gegenüber, bin ich sehr dankbar.

 

blubbr.de: Sie haben neulich Ihre erste Familie wieder besucht, wie war’s?

Anna Zerr: Meine Neugier vor diesem Besuch war sehr groß, da das mein erster Besuch zu Beginn des Projekts „Hand in Hand“ war. Ich habe mich sehr gefreut die Familie Rössler und ihre Tochter Milena, die inzwischen zehn Jahre alt ist, anzutreffen. Dabei durfte ich Milena ein tolles Geschenk der Stadt Pfullendorf übergeben. In einem vertrauten Gespräch konnten wir uns über die vergangenen zehn Jahre und die Entwicklung von Milena austauschen. Ich danke der Familie Rössler für den herzlichen Empfang und dass ich sie ein weiteres Mal besuchen durfte.

 

blubbr.de: Gibt es irgendetwas, das Sie den Eltern immer mit auf den Weg geben?

Anna Zerr: Ja, auf jeden Fall. Jede Menge Tipps und Ratschläge. Bei weiteren Anliegen dürfen sich die Eltern gerne jederzeit an mich oder an die Kooperationspartner des Landratsamts Sigmaringen wenden. Außerdem freue ich mich sehr, die besuchten Kinder mit ihren Eltern in der Krabbelgruppe im Familienzentrum „Am Neidling“ willkommen zu heißen. So kann der Kontakt bestehen bleiben und die offenen Fragen, wie auch Probleme können in einem persönlichen Gespräch gelöst werden.

 

blubbr.de:  Abschließend, wie blicken Sie auf die vergangenen zehn Jahre zurück?

Anna Zerr: Auf das Projekt „Hand in Hand“ kann ich mit großem Erfolg und Zufriedenheit zurückblicken. In den letzten zehn Jahren konnte ich nur gute Erfahrungen mitnehmen. Das Projekt ist, wie ich finde, ein Gewinn für die Stadt Pfullendorf. Dafür möchte ich mich recht herzlich für die gute Zusammenarbeit mit meinen Kooperationspartnern, der Stadt Pfullendorf, dem Landratsamt Sigmaringen und Stefanie Schweikart, die für das Organisatorische des Projekts zuständig ist, bedanken. Vor allem danke ich den interessierten Familien. Ohne Sie, liebe Eltern, wäre das Projekt nicht umsetzbar.

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Dominik

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