Champions im blubbr.Land: Die Modemacher

09.09.2019

Von Sigmaringen in die Fashion-Welt... Ich habe mich mit Christa Sutter, Stellvertretende Schulleiterin, und Michaela Appel, Assistentin der Geschäftsleitung, in der Modefachschule in Sigmaringen getroffen und ein interessantes Gespräch über die Modefachschule, die Anforderungen an die Bewerber und die Highlights während der Schulzeit geredet. Doch lest selbst ...


Ehepaar Hopf
Modefachschule
 
 
 

blubbr: Von Sigmaringen in die Fashion-Welt? Was zeichnet die Modefachschule in Sigmaringen aus?

Frau Sutter:  Was unsere Modefachschule auszeichnet? Ganz klar, unsere Einzigartigkeit. Denn durch unser 5-M-System bieten wir unseren Schülern eine kompakte, interessante und eben einzigartige Ausbildungsvielfalt an, die es in dieser Form nur an unserer Modefachschule in Sigmaringen-Laiz gibt.

Frau Appel:  Uns ist es wichtig, dass die Schüler die Möglichkeit bekommen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten auszuprobieren. Deshalb können unsere Schüler, zusätzlich zum vorgegebenen Lehrplan, auch viele interessante Kurse von tollen Gastdozenten besuchen. So konnten wir beispielsweise wieder einmal den japanischen Couture-Designer und Drapagekünstler Shingo Sato für einen Kurs an unserer Modefachschule
gewinnen. Damit geben wir den Schülern wichtige Zusatzqualifikationen mit auf den Weg.


blubbr: Können Sie das 5-M-System genauer erklären?

Frau Sutter:  Das 5-M-System beschreibt die unterschiedlichen Ausbildungs- bzw. Weiterbildungsmöglichkeiten an unserer Modefachschule. Dieses System setzt sich aus folgenden Bereichen zusammen: Mode-Design, Mode-Management, Maß-Schneider/in, Meisterklasse und verschiedene Modulangebote wie Sprache, Schnitttechniken,
Marketing... Jeder Schüler hat- je nach schulischem Abschlussgrad- die Möglichkeit, in diesen Bereichen seine Ausbildung bzw. sein Studium (in Zusammenarbeit mit der Steinbeis Hochschule) an unserer Modefachschule zu kombinieren bzw. zu absolvieren. Diese Ausbildungen können parallel stattfinden und können, wie bereits erwähnt, wahlweise miteinander kombiniert werden.


blubbr: Ein paar Infos zur Modefachschule...

Frau Sutter:  Die Modefachschule wurde von Hartmut und Christiane Hopf gegründet, die diese Schule auch bis heute leiten. Zurzeit werden drei Schüler- Jahrgänge in sieben Klassen unterrichtet. Ab dem Schuljahr 2018 sind acht Klassen, ab 2019 dauerhaft neun Klassen geplant. Die Klassenstärke wird auf maximal 25 Schüler jeweils begrenzt. Die Klassen werden nach Zugangsniveau (Abitur, FH-Reife, Mittlere Reife) und nach Zielen der Schüler (Bachelor B.A., Staatlich geprüfter Designer (Mode), Maßschneider, Maßschneidermeister) unterteilt. Der Frauenanteil überwiegt. 80 bis 90% sind weiblich. Die Bewerber kommen aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Frankreich und den USA.


blubbr: Wie sieht denn das Bewerbungsverfahren aus?

Frau Sutter:  Wir haben jeden Monat einen Informations- und Beratungstag in unserer Schule. Da kann jeder vorbeikommen, der sich für eine Ausbildung in unserem Haus interessiert (bitte über unsere Homepage anmelden). Um bei uns aufgenommen zu werden, muss jeder Bewerber eine Aufnahmeprüfung durchlaufen, die aus verschiedenen Aufgaben besteht. So muss jeder Schüler mit Stoffen an einer Puppe arbeiten und uns eine Bewerbungsmappe, die aus vorgegebenen Aufgaben besteht, anfertigen. Um jeden Bewerber besser kennenzulernen, führen wir mit ihm vorab ein Kennenlerngespräch.


blubbr: Gibt es Kriterien?

Frau Appel:  Bei uns kann sich jeder bewerben, der die mittlere Reife hat. Ansonsten haben wir keine Kriterien. Wir empfehlen jedoch, sich rechtzeitig zu bewerben. Da wir keine Bewerbungsfrist haben, zählt das Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst und die Plätze sind wirklich begehrt. Also: Schnell sein!


blubbr: Ich interessiere mich für Mode, welche Fähigkeiten muss ich mitbringen, um an der Modefachschule angenommen zu werden?

Frau Sutter:  Neben der Bewerbungsmappe muss ich auch einige persönliche Voraussetzungen mitbringen. Dazu zählen: Ausdauer, Motivation und Teamfähigkeit, das ist ein Muss. Natürlich brauche ich auch ein bisschen Talent und den Willen, Neues und Unbekanntes zu erlernen.


blubbr: Welche Eigenschaften muss ich mitbringen, um mich später in der Modebranche zu behaupten?

Frau Sutter:  Die wichtigste Eigenschaft ist: Motivation. Wenn man diese mitbringt, dann hat man eigentlich schon gewonnen. Denn nur, wenn man motiviert an die Sache geht, dann habe ich auch Erfolg im Job.

Frau Appel:  Wichtig ist natürlich auch, dass ich für den Job brenne und immer mit Herzblut dabei bin.

 
 

werkstatt modefachschule
schueler modefachschule
 
 
 

blubbr: Von der Bewerbung bis zum Abschluss- auf was dürfen sich die SchülerInnen während ihrer Zeit in der Modefachschule freuen?

Frau Sutter:  Auf eine familiäre und persönliche Atmosphäre. Ich denke, das sind zwei wichtige Eigenschaften, die wir unseren Schülern während ihrer Schulzeit bieten können. Eine große Stärke von uns ist zudem, dass wir auf jeden Schüler und jedes Anliegen schnell und individuell eingehen.

Frau Appel:  Auch schenken wir unseren Schülern jede Menge Freiheiten und Vertrauen. So kann sich jeder Schüler bei uns frei entfalten, neue kreative Bereiche kennenlernen und in eine für sie fremde Welt eintauchen.


blubbr: Welche Highlights gibt es während der Schulzeit?

Frau Sutter:  Einmal im Jahr h aben unsere Schüler die Möglichkeit, nach Berlin zur FashionWeek zu fahren. Ein einzigartiges Erlebnis, das man als Modedesignschüler unbedingt erlebt haben muss. Dann bieten wir unseren Schülern eine mehrtägige Exkursion nach Paris, die Modehauptstadt, an. In diesen Tagen dreht sich- neben der
Besichtigung dieser wunderschönen Stadt- fast alles um Mode. Zwei tolle Exkursionen, die durch die hervorragende Organisation von unseren Lehrern wahre Highlights sind.

Frau Appel:  Eine Besonderheit ist auch die Abschlussfeier im Schloss Sigmaringen. Dabei Führen die Schüler des Abschlussjahrganges in einer Modenschau ihre Kollektionen vor, die sie zu einem vorgegebenen Thema entworfen haben. Nicht zu vergessen ist auch die Brautmesse, die in diesem Jahr in Ravensburg stattgefunden hat. Dann haben wir viele spannende Projektpartner, wie beispielsweise Engelbert-Strauss, der ISPO und viele, viele mehr, mit denen wir zusammenarbeiten.


blubbr: Welche Türen stehen den Absolventen offen? (Bekannte Beispiele)

Frau Sutter:  Wenn die Schüler unsere Modefachschule verlassen, dann stehen ihnen durch die kompakte Ausbildung, die sie durchlaufen haben, alle Türen offen. Die meisten Absolventen träumen von einer Karriere als Modedesigner/in. Das ist natürlich ein harter und manchmal auch steiniger Weg, doch es lohnt sich... Wir haben viele tolle Absolventen, die mittlerweile weltweit in der Modebranche zuhause sind. Um vielleicht nur ein paar Namen zu nennen: Riccardo Serravalle, Helen Bender, Isabel Roßknecht, Sandra Scharf, Scarlett Grosselanghorst und viele, viele mehr...


blubbr: Was raten Sie den jungen blubbr.Lesern, die jetzt von einer großen Karriere als
Modedesigner träumen?

Frau Sutter:  Um in der Modebranche erfolgreich zu sein, muss man bereit sein, viel Energie, Zeit und Herzblut zu investieren. Doch wenn man das alles mitbringt, dann bekommt man auch eine ganze Menge zurück. In der Modebranche erfolgreich zu sein bedeutet, nicht nur kreativ zu sein, man muss auch flexibel sein und ganz wichtig, man darf auf keinen Fall ortsgebunden sein. Denn wenn man eins sicher sagen kann: Man muss zum Job gehen, der Job kommt nur selten auf einen zu ...


blubbr: Zum Schluss: Verraten Sie uns Ihren Modetrend des Jahres

Frau Sutter: Der Modetrend des Jahres ist ganz klar: Pop Art Print. Den Stil, den Andy Warhol berühmt gemacht hat.

 
 
Plakat Modefachschule

Alle Informationen zur Modefachschule Sigmaringen findet Ihr auch hier.

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