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Tante und Emma - Der erste Unverpacktladen in Sigmaringen

26.04.2021
Tante und Emma - Der erste Unverpacktladen in Sigmaringen

Am 12. April hat in der Schwabstraße 19 der erste Unverpacktladen Sigmaringen eröffnet. Die beiden Inhaberinnen Sanny und Lejla Späh waren im Gespräch mit blubbr.de.

blubbr.de: Hallo ihr beiden, stellt euch doch mal kurz vor. 

Sanny und Lejla: Wir sind Sanny (42) und Lejla Späh (33) und haben Tante und Emma gegründet. Zusätzlich ist Sanny Inhaberin der Firma Späh in Scheer, bei der ich (Lejla) auch tätig bin. Das ganze Thema rund um die Umwelt und die Vermeidung von Müll war für uns immer schon von großer Bedeutung. Wir selbst ernähren uns auch zu 90 Prozent vegan. Das Ganze hat uns dazu bewogen nun einen eigenen Unverpacktladen in Sigmaringen zu eröffnen, diese Laden kannten wir bis daher beinahe nur aus den Großstädten. 

blubbr.de: Wie genau entstand die Idee einen eigenen Unverpacktladen zu gründen?

Lejla: Die Idee stand schon lange im Raum, durch Corona hatten wir natürlich viel Zeit uns damit zu beschäftigen, was alles nochmal beschleunigt hat. Wir wollen einfach so viel Müll, insbesondere Plastik, wie möglich einsparen. Wir verursachen zu viel Müll, durchschnittlich verbrauchen wir wohl einen Gelben Sack in der Woche, da dachte ich mir immer es müsse doch möglich sein nur einen im Monat zu füllen. Wir selbst haben eine Selbstversorger-Ausbilung im Allgäu absolviert, was unsere Sinne natürlich noch einmal geschärft hat und so haben wir dann Anfang November begonnen unsere Visionen in die Tat umzusetzen. 

blubbr.de: Welche Ziele verfolgt ihr mit eurem zero-waste-Laden?

Sanny: Wir wollen einfach ein Bewusstsein dafür schaffen, was die Menschen konsumieren und auch die Nähe zu den Lebensmitteln herstellen. Auch wollen wir kleinere Manufakturen fördern, die gegen die großen Unternehmen oft einfach machtlos sind. Ebenso legen wir großen Wert auf Regionalität und Qualität und schauen, dass alle Produkt mit dem BIO-Siegel versehrt sind. Mit jedem Einkauf können wir du Umwelt ein wenig entlasten. Wir finden es besser, wenn jeder ein bisschen was für die Umwelt tut, anstatt eine Person extrem viel. 

blubbr.de: Woher bezieht ihr eure Produkte?

Lejla: Wie bereits erwähnt setzen wir verstärkt auf Produkte der Region. Das heißt für uns aber nicht nur aus der unmittelbaren Region sondern auch deutschlandweit. Trotzdem führen wir eine kleine Anzahl an Produkten aus anderen Herkunftsländern. Das Gros stammt allerdings aus der Region. So bieten wir zum Beispiel sechs verschiedene Kaffees aus regionalen Röstereien an, die lange und schonend geröstet werden und somit die Kaffeesäure nicht entsteht, die unter anderem ursächlich für Magenschmerzen ist. Außerdem bieten wir im oberen Stock verpackungsfreie Hygieneartikel an, darunter auch Zahnpasta. 

blubbr.de: Anhand von welchen Kriterien entscheidet ihr, ob ein Produkt aufgenommen wird oder nicht?

Sanny: Da ist zum einen natürlich der Preis, die Produkte müssen für unsere Kunden erschwinglich sein. Es bringt nichts die tollsten Produkte zu haben, wenn die Menschen sich diese nicht leisten können, daher gilt es dort immer abzuwägen, wie wir den größten Nutzen für unsere Mitmenschen und Umwelt erzeugen können. Ebenso muss die Qualität stimmen, wir bieten nur Produkte an von denen wir überzeugt sind. Oft entscheidet einfach auch das Bauchgefühl. Unser Sortiment ist ja auch keinesfalls starr sondern sehr variabel. 

blubbr.de: Wie lautet das Resumee nach den ersten Tagen?

Lejla: Der Andrang der ersten Tage war überwältigend. Die Leute standen Schlange, es war wirklich die Hölle los. Dabei haben es unseren Kunden vor allem unsere veganen Nussecken von Kai Küfner aus Nürnberg angetan. Diese werden per Plastik-Pfandbox geliefert und erst erneuert, wenn die Pfandbox wieder beim Bäckermeister in Nürnberg angekommen ist. 

blubbr.de: Der Start ist getan, welche Visionen habt ihr für die Zukunft?

Lejla: Wir wollen später mal "Do-It-Yourself"-Kurse im Laden anbieten. Des Weiteren können wir uns vorstellen einen Lieferservice auf dem Lasten-Fahrrad anzubieten. Insgesamt soll unser Laden dann auch mehr in Richtung Café ausgerichtet werden, damit die Leute hier in der Innenstadt zusammenkommen können und auf der Straße guten Gewissens ihren Kaffee oder ein süßes Stückchen genießen können. 

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