Einen Besuch wert: Kloster Beuron

16.07.2018

Ich kann mich noch erinnern, dass ich als Kind mit meiner Oma im Kloster Beuron gewesen bin. Doch das ist schon eine ganze Weile her und mit den Jahren ist auch die Erinnerung verblasst.

Als ich jetzt dort gewesen bin, war ich doch überrascht wie groß die Klosteranlage ist. Viel gewusst habe ich über das Kloster auch nicht, deshalb musste ich mir die Informationen aus dem Internet holen und die habe ich mal kurz zusammengefasst: Gegründet wurde das Kloster Ende des 11. Jahrhunderts als Augustiner- Chorherrenstift durch einen Adligen namens Peregrin von Hosskirch. Papst Urban II. nahm das Kloster unter seine Hoheit und ließ freie Probstwahl zu. In den folgenden Jahrhunderten unterstand das Stift wechselnden Landadligen, z.B. der Herrschaft Mühlingen, die wiederum den Grafen von Hohenzollern unterstanden, 1391 werden die Herrn von Weitingen, 1409 die Freiherren von Enzberggenannt. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts versuchte das Stift, seine Rechte auszubauen. Immerhin erhob Papst Innocenz die Probstei zur Abtei, doch die Österreicher, die in diesem Donautal Rechte und auch Besitz hatten, verhinderten eine Reichsstandschaft, die der Abtei Sitz und Stimme im Reichstag gewährt hätte. Es blieb bei den Rechten der niederen Gerichtsbarkeit.

Auch die Reichsunmittelbarkeit, womit die Abtei direkt dem Kaiser unterstellt gewesen wäre, gelang ihr für nur wenige Jahre bis zum Ende des Reiches 1803, wenn überhaupt. Gesichert und urkundlich erwähnt, ist dieses Recht nicht. Das Kloster und seine Ländereien fielen an die Grafen von Hohenzollern-Sigmaringen, das Klosterleben endete 1802.Dank einer großzügigen Stiftung durch Fürstin Katharina von Hohenzollern im Jahre 1862 zogen Benediktiner-Mönche ins Kloster Beuron, bereits 1887 wurde Beuron zur Erzabtei erhoben. Seit dieser Zeit spricht man von der Beuroner Kongregation, der 16 Klöster in Deutschland, Österreich und der Schweiz angehören. 1945, also unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg, gründete Pater Bonifatius das Vetus-Latina-Institut, das sich mit der Herausgabe aller altlateinischen Bibelübersetzungen befasst.

Hervorzuheben ist die Klosterbibliothek mit 405 000 Schriften, die zu der größten Abteibibliothek zählt. Im Kloster leben 50 Mönche, drei Mönche wurden auf die Insel Reichenau gesandt, um dort das Klosterleben zu erneuern. Das war jetzt dann doch etwas länger zusammengefasst, als ich es eigentlich wollte... Doch ich finde, dass man sich auch mal die Zeit nehmen sollte, um geschichtliche Hintergründe zu lesen. Nicht immer und nicht zu allen Themen, aber ab und an sollte das schon erlaubt sein ☺

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